(B)LOGBUCHEINTRAG VOM 07.03. und 08.03.2020: MĂŒdigkeit, Coronapanikwut und

07.03.2020: MĂŒdigkeit, Plauschgelegenheiten, Coronopanikwut

Gestern (07.03.2020) war der letzte der anstrengenden 3 Tage die an jedem Zyklusbeginn stehen. Das merke ich dann auch immer ziemlich. Am dritten Tag komme ich mir meist vor wie ein ferngesteuerter Schlafanzug. Der Kopf warm vom Cortison, der Körper mĂŒde von den Chemomedikamenten. Gegen 12:00 Uhr gebe ich mich dem ersten Nickerchen hin. Wenig spĂ€ter stehen meine Eltern am Bett. Wir laufen ein StĂŒck durch die Klinik, holen uns eine kleine StĂ€rkung beim BĂ€cker und spielen eine Runde Karten im Innenhof. Aber auch da könnte ich am Tisch wieder einschlafen. Um 16:30 schleppe ich mich auf mein Zimmer und falle einfach nur noch ins Bett. Meine Ohren mit Kopfhörerstöpseln versiegelt, gleite ich knapp eine Stunde durch die SphĂ€ren des DĂ€mmerschlafes. Das war gut fĂŒr den Kopf. Gut fĂŒr den Kopf sind auch die vielen Möglichkeiten zum Austausch hier. Die Schwestern, Pfleger und Ärzte auf der Station mögen Christian (meinen Zimmergenossen) und mich und kommen, wenn es die Arbeitsauslastung zulĂ€sst, auch gern mal auf einen kleinen Plausch in unser Zimmer. Das tut gut.

Mehr gibt es derzeit nicht zum 07.03.2020 zu berichten. Aktuell meide ich den Medienkonsum so gut wie möglich. Man wird ja eh nur noch von Panik und Corona vollgespammt. Danach steht mir momentan nicht der Sinn. Auch die gehĂ€uften Meldungen, dass irgendwelche mental verstorbenen Desinfektionsmittel und Masken aus KrankenhĂ€usern klauen, nerven mich. Normalerweise bin ich eher skeptisch bei solchen Nachrichten, weil ich sie selbst nicht verifizieren kann. Aber diese Klaugeschichten sind wohl echt. Die Chemoschwester auf meiner Station bestĂ€tigte mir auch, dass seit letzter Woche mehrerer Kartons mit Desinfektionsmitteln abhanden gekommen seien. Ich hoffe es gibt noch Schutzmasken fĂŒr das Personal wenn die Umkehrisolationszeit bei mir wieder losgeht. Und alles nur wegen Deppen, die meinen sich mit Nudeln, Reis, Klopapier, Desinfektionsmittel und Masken einzudecken. Da frag ich mich doch, was passiert in diesem Land, wenn hier mal 2 Wochen der Strom ausfĂ€llt oder was wirklich schlimmes eintrifft… Aber ich schweife ab und rege mich auf. Auf beides habe ich momentan keine Lust, deshalb: „CUT“!.

08.03.2020:

Heute ist ein eher ruhiger Tag. Mein Zimmergenosse Christian wird entlassen. Schade eigentlich. Ich kam gut mit ihm aus und hĂ€tte es auch noch gut und gerne 14 Tage mit ihm ausgehalten. Als „Ersatz“ wird ein Ă€lterer Herr auf mein Zimmer verlegt. Ich weiß nicht warum, aber mit Ă€lteren Patienten komme ich nicht so gut zurecht. Oftmals sind sie sehr in sich gekehrt und wenig gesprĂ€chig. Das kann schnell fĂŒr (be)drĂŒckende Stimmung sorgen.

(B)LOGBUCHEINTRAG VOM 06.03.2020: Austausch, Bulette, Coole Musik

Der Tag startet durchwachsen. Oder sollte ich sagen durchwacht? GefĂŒhlt war ich die halbe Nacht wach. Effektiv aber „nur“ von 1:30 bis 5:00 Uhr. Dennoch werde ich tagsĂŒber nicht so richtig mĂŒde. Nach dem FrĂŒhstĂŒck gibt es wieder die Chemomedikamente. Aber seit der positiven Nachricht aus dem CT macht mir das nichts mehr aus. Es ist ja jetzt alles absehbar. Auf dem Plan stehen heute auch nur zwei FlĂŒssigmedikamente, von denen eines auch nur Wirkstoff hat und das andere nur meine Hardware, also den Port, durchspĂŒlt. Das Medikament ist Etoposid und lĂ€uft innerhalb einer halben Stunde durch. Danach kommt die SpĂŒlung mit Jonosteril. Das dauert knapp ĂŒber eine Stunde.

Das nĂ€chste Highlight ist dann das Mittagessen, je nachdem, wie man es sieht. Es gibt Bulette mit KartoffelpĂŒree. Nachmittag kommen dann meine Eltern wieder zu Besuch. Ich freue mich immer sehr, wenn sie kommen. Immerhin machen sie sich 250 km auf den Weg aus dem SĂŒden Niedersachsens, kehren bei meiner Schwester in der NĂ€he von Buxtehude ein und von dort aus geht es mit der S-Bahn nach Hamburg. Vielen Dank an euch alle, dass ihr da fĂŒr mich so toll zusammenhaltet. Das bedeutet mir viel. Nachdem meine Eltern sich dann gegen spĂ€ten Nachmittag wieder auf die RĂŒckreise zu meiner Schwester machen, begebe ich mich wieder in unsere Hodgkin-WG zu Christian. Christian ist ein sehr angenehmer Zeitgenosse. Er wird aber wohl am Sonntag entlassen. Ich kann nur hoffen, einen einigermaßen ertrĂ€glichen Zimmergenossen zu kriegen. Aber wir werden sehen. Ach ja, meine Eltern haben mir wieder Leckereien aus dem Eichsfeld mitgebracht. So bunkere ich jetzt lecker Stracke und frisches BĂ€ckerbrot in meinem Schrank. Sieht schon fast aus wie die HamsterkĂ€ufe, von denen man jetzt ĂŒberall hört. Also muss ich mich wohl outen. Ja, ich hamstere. Hoffentlich kann ich die Tage noch Mundschutzmasken abstauben, dann ist alles perfekt.

Klassischer Fall von Hamsteritis acutis. Ich hoffe, dafĂŒr gibt es morgen ein passendes Breitbandantiidiotikum… 😂

Ansonsten befinde ich mich im regen Austausch mit anderen Krebspatienten. Egal ob face 2 face oder digital via facebook oder instagram. Ich bemerke, wie ich scheinbar immer mehr Menschen mit meiner lockeren und positiven Art erreiche. Und auch von Freunden bekomme ich immer wieder Feedback. Ein Freund schrieb mir, dass er sich meinen Rat zu Herzen genommen hat und nun vermehrt von Weißwein auf Rotwein umsteigt, weil Rotwein mehr krebshemmende Wirkstoffe enthĂ€lt, als weißer. Schon allein dafĂŒr hat es sich fĂŒr mich gelohnt. Aber auch der Austausch mit anderen KrebskĂ€mpfern tut gut. Man kan man selbst sein. Man muss sich nicht verstellen, nicht immer stark sein. Man kann einfach alles so sagen, wie es ist.

Ein weiterer wertvoller Austausch entsteht immer wieder zwischen dem Àrztlichen Personal und den Schwestern und Pflegern. Christian und ich scheinen eine derart entspannte und entspannende Art zu haben, dass alle gern in unsere Hodgkin-WG kommen um zu plaudern.

Ausserdem ĂŒbertrage ich noch meine Ă€lteren BlogeintrĂ€ge auf die Plattform „Influcancer“, die es sich zum Ziel gemacht hat, Krebsblogger aus dem deutschsprachigen Raum zu vernetzen um die Krebsawareness zu steigern – und ich freue mich ein Teil dieses Projekts sein zu dĂŒrfen. Als ich fertig bin ist es auch kurz vor Mitternacht. Ein langer Tag geht zuende. Heute habe ich mir mal eine Schlaftablette geben lassen, die ich gleich einnehmen werde. Vielleicht klappt es dann mal wieder mit dem Durchschlafen. Denn seit Tag 1 des ersten Zyklusses bin ich nachts mindestens 2 Stunden wach.

In diesem Sinne: Gute Nacht, Welt! Bis morgen.

(B)LOGBUCHEINTRAG VOM 05.03.2020: Stressiger Tagesbeginn, Chemozyklus III, keine Krebszellen mehr im CT erkennbar

Der Tag beginnt stressig. Über Nacht kam noch eine Bestellung im Onlineshop rein, die ich zumindest vorbereiten muss. Um 6:30 Uhr geht es daher fĂŒr mich hoch. Rechnung drucken, Etiketten drucken, Bauteil verpacken, Unterlagen dazu, frankieren, was die meiste Zeit kostet, das die Internetseite der Deutschen Post zur Frankierung von Warensendungen ins europĂ€ische Ausland mehr als unterirdisch ist. Viel zu viele unnötige Klicks und unĂŒbersichtliche Gestaltung. In der Zwischenzeit lĂ€uft Badewasser in die Wanne. Nachdem ich alles soweit bereitgestellt habe ist auch die Wanne voll und die Uhr zeigt 7:08 Uhr. Ich stelle mir einen Badezeittimer von 22 Minuten und halte den Fuß ins Badewasser. Reflexartig ziehe ich ihn zurĂŒck – viel zu heiß. Ich ziehe den Stöpsel um etwas von dem heißen Wasser ablaufen zu lassen. Gleichzeitig lĂ€uft kaltes Wasser nach. Immer wieder prĂŒfe ich die Temperatur. Es dauert zu lange, so dass ich das Wasser komplett ablasse und beschließe nur den Waschlappen kreisen zu lassen. PĂŒnktlich um 7:55 Uhr steht das Taxi vor der TĂŒr. Ich greife meine Tasche, den Naschibeutel fĂŒr das Klinikpersonal, meinen Technikrucksack und das Paket und stratze runter. Ich bitte den Fahrer, noch bitte bei Famila zu halten, damit ich mein Paket noch loswerde und Bargeld am Automaten ziehen kann. Keine Warteschlange – Yeah – weder vor der Post, noch vor der cash machine.

In der Klinik angekommen, melde ich mich an. „Einweisungsschein und Krankenkassenkarte, bitte!“. Den Schein habe ich in der Hand. Aber wo ist die KK-Karte? Die hatte ich doch eben auch noch in der Hand. Hab ich wohl in eine meiner Taschen an Jacke oder Hose gesteckt. Jackentasche 1: Nix, außer Kassenbons und Portmonee. Jackentasche 2: Nix, außer Kopfhörer. Jackentasche 3: Nix, Hosentasche 1: Nix, außer Handy und Kopfhörer. Man braucht ja mittlerweile mehrere Kopfhörer, weil das Handy inzwischen eigene AnschlĂŒsse hat… Hosentasche 2: Nix, außer Perso. Ja, ich habe noch den großen Perso. Der passt nicht in mein scheckkartengroßes Portmonee. Und lĂ€uft am 31.05.2020 ab. Hoffentlich hab ich bis dahin wieder Bart und Haare. đŸ€š GesĂ€ĂŸtasche 1: Nix. GesĂ€ĂŸtasche 2: Ah, da ist sie ja. Murphy‘s Gesetz. Es ist immer am am Letzten abgesuchten Ort. 😝

Auf Station 3B angekommen, komme ich mir langsam vor wie ein VIP (very important Patient). Alle vom Personal freuen sich, mich zu nehmen und begrĂŒĂŸen mich mit Namen. Ich nehme im Wartebereich Platz. Kurze Zeit spĂ€ter darf ich ins Behandlungszimmer. Ein paar Fragen zu GrĂ¶ĂŸe und Gewicht ergeben: ich bin weder gewachsen, noch geschrumpft, habe aber dafĂŒr ein wenig abgenommen. Dann gibt’s eine neue Portnadel und zum Funktionstest eine kleine Blutabnahme und SpĂŒlung. Danach warte ich noch einmal im Wartebereich. Eine alte Dame kommt rein und fragt, ob noch irgendwo ein Stuhl frei ist. Ist es nicht. Ich stehe auf und sage zu ihr: „Ja, hier!“. Sie bedankt sich und nimmt Platz. Gerade mal 9:nochwas und schon die gute Tat vollbracht. ✅ Die Teamassistentin, die ĂŒbrigens auch Alex heißt (nicht nur das Team kennt meinen Namen, ich kenne mittlerweile auch die meisten Namen), kommt zu mir und fragt, ob sie mir einen Stuhl bringen soll (VIP treatment halt! 😂). Ich danke lehnend ab lehne dankend mit den Worten ab: „Ich werde wohl in den kommenden Tagen genug liegen und sitzen. 🙂 Aber danke!“. Ich werde wohl noch etwas auf mein Zimmer warten. Es werden erst noch 5 Patienten entlassen, danach mĂŒssen Betten umgezogen werden, damit wieder reine MĂ€nnchen- und Weibchenzimmer entstehen. Ist ein bisschen wie in der Zoohandlung. Aus dem gleichen Grund? Frau Dr. K. lĂ€uft am Wartezimmer vorbei, entdeckt mich und lĂ€sst es sich nicht nehmen, mich mit den Worten zu begrĂŒĂŸen: „Ah, Herr Heckrodt ist auch wieder da! Alles gut? Wir sprechen uns spĂ€ter!“. Da ist es wieder, das VIP-GefĂŒhl. Ich schwanke zwischen Freude und unangenehm. WĂ€hrend ich also auf mein Zimmer warte, unterhalte ich mich mit Christian. Ich schĂ€tze ihn auf Anfang/Mitte 40. BeilĂ€ufig habe ich mitbekommen, wie Christians Frau im blauen Ratgeber zum Hodgkin-Lymphom blĂ€ttert. Sie sagt zu Christian: „Du bist zu frĂŒh dran! Das Durchnittsalter bei Erkrankung liegt bei 49 Jahren.“. Ich sitze mittlerweile auf einem freigewordenen Stuhl neben den beiden und sage: „An dem Durchschnittsalter dĂŒrft ihr euch nicht festhalten! Ich glaube das stimmt nicht. Ich bin auch deutlich jĂŒnger.“ Dann bekomme ich mein Zimmer zugeteilt. Wie am Flughafen werde ich gefragt, ob am Fenster oder an der TĂŒr. Wieder das VIP-GefĂŒhl. Ich nehme gern den Fensterplatz. Ich ĂŒbergebe die NaschitĂŒte dieses Mal an Teamassistentin Alex, die die ersten Tage meines letzten Zyklusses nicht da war und so leider nichts von den SĂŒĂŸigkeiten abbekam. Ich hab ihr dann ein bisschen was von meinem Candyvorrat abgegeben. Mein Appetit auf SĂŒĂŸes hĂ€lt sich ja derzeit in Grenzen. Sie freut sich. Kann ich das als zweite gute Tat verbuchen? Zu Anfang ist nur ein Bett im Zimmer, aber noch wĂ€hrend ich meine Sachen auspacke und verstaue wird das zweite Bett reingeschoben. Wenig spĂ€ter kommt auch der dazugehörige Patient ins Zimmer. Es ist: Christian. Willkommen in unserer Hodgkin-WG auf Zeit. Da wir uns im Wartezimmer schon ganz gut unterhalten haben, setzen wir das fort. Es lĂ€uft gut. Wir reden viel und mĂŒssen teilweise von den Schwestern unterbrochen werden, die einen von uns oder gar uns beide untersuchen möchten. Unser „Freund“ Hodgkin ist nicht die einzige Gemeinsamkeit. Christian ist auch Technikfreund, Autoenthusiast und fĂ€hrt sogar auch einen VW T5. Ebenfalls den 2.5 Liter TDI, auch Silber und ebenfalls mit ĂŒber 320.000 km. Nur als Multivan und mit kurzem Radstand und 2 Jahre jĂŒnger. Aber was fĂŒr ein lustiger Zufall.

Danach kommen meine Pillen. Ich nehme sie direkt ein, den bald kommen auch schon die Chemobeutel. Der erste Tag ist immer der heftigste. Los geht’s mit CYCLOPHOSPHAMID in der höchstzugelassenen Dosis von 2.813 mg. Von dem Zeug werde ich immer recht mĂŒde und die Nasenschleimhaut wird extrem trocken.

Danach kommt ETOPOSID. Das vertrage ich eigentlich recht gut. Den Abschluss bildet DOXORUBICIN. Davon stellte sich in den ersten zwei Zyklen immer das ÜbelkeitsgefĂŒhl ein. In Zyklus I hat das Klinikpersonal das gut mit MCP in den Griff bekommen. In Zyklus zwei bekam ich erst ein anderes Medikament gegen Übelkeit, was aber nicht so gut wirkte, so dass ich gegen Abend doch wieder auf MCP zurĂŒckgreifen musste. In diesem Zyklus kam ich am ersten Tag ganz ohne MCP aus. Sehr gut. Ich bekam aber trotzdem prophylaktisch eine Pille gegen Übelkeit. Habe den Namen aber wieder vergessen. Ich gehe davon aus, dass es sich um das gleiche Medikament handelt, dass in Zyklus II nicht so zur Wirkung kam.

Zwischendurch kommt Fr. Dr. K. mit dem Befund vom PEt/CT und verkĂŒndet frohe Botschaft: auf den Bildern sind keine Lymphomzellen mehr sichtbar. Wir werden Zyklus III und IV jetzt noch prophylaktisch durchziehen, um auszuschließen, dass kleine, auf dem CT nicht sichtbare Zellen ĂŒbrig bleiben, die sich dann wieder von neuem teilen können und das Spiel von neuem auslösen.

Zyklus III/IV: der Tumor geht, der Humor bleibt!

Zum Schluss wird dann noch der Port ca. 1 Std. lang mit Jonosteril gespĂŒlt. Alles in allem gehen mit GetrĂ€nken und den Chemobeuteln heute wieder knapp 5,5 Liter FlĂŒssigkeit in mich rein. Und die mĂŒssen auch irgendwann wieder raus. Manchmal wĂŒnsche ich mir den Fernseher eher im Badezimmer als am Bett. Bin ich doch am ersten Tag meist auf Toilette. 😝

Den restlichen Tag verbringe ich mit Musik und Ausruhen. Um 22:00 Uhr fallen mir die Augen zu.

Über den ganzen Tag verteilt schickt Alex mir Bilder aus dem Urlaub im Center Parc, den wir ja letztes Jahr schon gebucht und bezahlt hatten, der jetzt aber leider ausfĂ€llt. Aber das gute: mein kleiner Neffe konnte meinen Platz einnehmen. Er und seine Cousinen sehen sich fĂŒr mein Empfinden leider zu selten, so dass das eine schöne Gelegenheit fĂŒr alle drei Kids ist, ausgiebig Zeit miteinander zu verbringen. Man merkt es auch an den Schlafenszeiten der Kids, dass sie sich richtig schön austoben. Lara schlief heute bis 9:45 Uhr, ihr Cousin J. bis 10:00 Uhr. Nur unsere große Maxima war um 8:00 Uhr schon wach. DafĂŒr schlief sie um 10:40 Uhr wieder. 😁

Ansonsten habe ich noch ein paar Songs in meine Spotify-Playlist bekommen. Bislang sind um und bei 230 Songs zusammen gekommen. Damit könnte ich hier in der Klinik schon eine ganz gute Party feiern. Aber hier tut sich nicht wirklich was. Hier sind zwar ĂŒberall diese Stangen aufgebaut, getanzt hat da aber bislang noch niemand dran. Ich hab dann mal auf den Gang geluschert, da liefen aber schon eine Menge als Schwestern, Ärztin oder Arzt verkleidete Menschen rum. Vielleicht ist unser Zimmer ja spĂ€ter dran. 😂

Bislang hat da aber noch niemand getanzt.

Ich glaub das war dann tatsĂ€chlich alles fĂŒr heute… Morgen geht’s weiter!

(B)LOGBUCHEINTRAG VOM 02. BIS 04.03.2020: Freiheit, Einsamkeit, GemĂŒtlichkeit und PEt/CT.

Liebe Freunde, Familie, Herzmenschen und Lieblingsfremde (weil ich nicht wirklich weiß, wer hier so alles ĂŒber meinen Blog stöbert). In den vergangenen Tagen war es etwas ruhig hier auf dem Blog. Einerseits lag es daran, dass nicht wirklich viel passiert ist und ich euch nicht langweilen wollte mit so BeitrĂ€gen wie: „Das bin ich wie ich die SpĂŒlmaschine ausrĂ€ume!“, „Das bin ich wie ich fernsehe“, „Hier koche ich mir selbst was zu essen“ und so weiter. Dennoch arbeite ich die vergangenen Tage dieser Woche auf und gebe euch hier gesammelt einen Überblick.

Montag, 02.03.2020: Heimreise nach Hamburg, besuch bei meiner schwester und vergessene geschenke.

Am Montag geht es fĂŒr mich nach dem FrĂŒhstĂŒck wieder in Richtung Hamburg. Meine Ma hat sich dazu bereit erklĂ€rt mich zu fahren. Da ihr das Verkehrsaufkommen in Hamburg selbst aber zu wuselig ist, beschließen wir erstmal zu meiner Schwester in die NĂ€he von Buxtehude zu fahren. Dort essen wir leckere KĂŒrbiscremesuppe, ich kĂŒndige großspurig an, dass mein Neffe nach dem Mittag sein blaues Wunder gegen mich in FIFA 20 erleben wird und schnacken ĂŒber dies und das. Aus dem blauen Wunder fĂŒr meinen Neffen ist aber eher mein eigenes Waterloo geworden. Eine souverĂ€ne 2:0 FĂŒhrung in der ersten Halbzeit habe ich dann leichtfertig verspielt, so dass es nach der regulĂ€ren Spielzeit und der VerlĂ€ngerung 2:2 unentschieden stand. Elfmeterschießen…. Und DA habe ich verkackt. Da fĂ€llt mir spontan der Spruch auf einem Internet-Meme ein: „Kennt ihr das GefĂŒhl, wenn ihr genau wisst, jetzt habt ihr verkackt?!“. DAS war so ein Moment bei mir. Am Ende hab ich tatsĂ€chlich 2:3 nach Elfmeterschießen verloren – um es negativ zu benennen. Der Optimist in mir wĂŒrde einen Buchtitel von Tom Limes zitieren:
„Voll verkackt ist halb gewonnen“. Und hey, immerhin zweiter Platz. Wenn auch nur von zweien, aber es kommt halt drauf an, wie man es vermarktet. „Voll verkackt ist halb gewonnen“ ist ĂŒbrigens auch ein sehr witziges Buch. Kann ich nur empfehlen. Vielleicht stelle ich das bei Gelegenheit mal in der Schmökerecke vor. Aber vorher sind mir ein paar andere BĂŒcher zu relevanteren Themen wichtiger.

Nach dem Mittag ging es dann also mit meiner Schwester weiter in Richtung Hamburg. Danke Ma und Pia fĂŒr die Teiltransfers. 🙂 Danach passierte nicht mehr wirkklich viel. Tasche abstellen, Post checken und spĂ€ter ins Bett. Moment, bei Post checken kommt mir doch noch ein Highlight in den Sinn. Ein kleines PĂ€ckchen von Familie MĂŒller. Ich war mir zwar nicht 100% sicher, aber ich hatte einen Verdacht, von wem das sein könnte. Schnell hab ich es ausgepackt. Drin waren: Ein handgeschriebener Brief, der mich rĂŒhrte aber auch zu gleichen Teilen mit Freude und Stolz erfĂŒllte. Ein ehemaliger Bundeswehrkamerad und eine ehemalige Bundeswehrkameradin, die wĂ€hrend meiner aktiven Zeit schon anbandelten und heute Eheleute und Eltern sind, haben mir eine Sammlung selbstgemachter MĂŒtzen geschickt. Den Brief und Bilder der MĂŒtzen zeige ich euch unten. Zusammen mit den MĂŒtzen, die meine Mam mir gestrickt hat, hab ich jetzt ein ziemlich gutes Arsenal an MĂŒtzen.

Abends rief mich meine Ma dann noch an und sagte, ich hÀtte die gute Eichsfelder Wurst im Kofferraum vergessen. Sie bringt sie mir Freitag mit.

Danach nehme ich noch ein Bad. Komisch so ganz allein. Ohne das ein kleiner 7- oder 9-jĂ€hriger QuĂ€lgeist laufend ins Bad kommt und sagt: „Papa, mach hinne, ich will auch rein!“. Nach dem Bad verkrieche ich mich im Kinderbett im Kinderzimmer. Das „große“ Bett im Schlafzimmer ist mir momentan zu groß fĂŒr mich alleine. Ich fĂŒhle mich wie das tapfere Schneiderlein im Bett des Riesen. Das war es dann aber auch wirklich fĂŒr den Montag.

DIENStag, 03.03.2020: Tote hose und Netflix

Der Dienstag ist an Langeweile (fĂŒr euch Leser) dann bislang nicht zu ĂŒberbieten. Ausser dass ich viel „mache“ ist nicht viel passiert. Fenster auf- und spĂ€ter wieder zumachen, Fernseher anmachen, Playstation anmachen, Netflix anmachen, Essen machen, ab und zu „klein“ und „groß“ machen (jetzt wisst ihr es ganz genau!), mich abends ins Bett und abschließend die Augen zumachen und vorher natĂŒrlich alles wieder ausmachen, was ich oben angemacht habe. Das war mein Dienstag.

MITTWOCH, 04.03.2020: PEt/CT Nach zyklus 2, HamsterkÀufe und hausarbeit

Überall hört und liest man jetzt, dass sich die Leute bevorraten und mit HamsterkĂ€ufen eindecken. Ich glaub, von dieser Panik habe ich mich anstecken lassen, befĂŒrchte aber, da etwas nicht ganz richtig gemacht zu haben?! Aber Spaß beiseite… was soll das? Da geht eine mittelmĂ€ĂŸig schwere Krankheit um, die im Gefahrenpotential deutlich unter jeder Influenzawelle liegt und trotzdem decken sich gesunde Menschen mit (nutzlosen) Mundschutzmasken, kaufen Desinfektionsmittel als wollten sie drin baden und stapeln Konserven im Keller, als gĂ€be es kein morgen mehr. Was soll in diesem Land nur geschehen, wenn etwas wirklich schlimmes passiert. Ich bin ja echt froh, dass es hier im PEt/CT-Zentrum noch Desinfektionsmittel gibt. Mittlerweile ist die Angst der Bevölkerung ja so groß, dass sie schon Desi aus Kliniken mitgehen lassen. Ich bin ehrlich gesagt ausnahmsweise mal sprachlos – und das kommt nicht so oft vor…


🌬 EINMAL IN DEN WINDKANAL 💹
Heute war es dann auch noch soweit. Das Zwischen-CT nach den ersten zwei Chemotherapie-Zyklen stand an, bevor es morgen just in time in Zyklus III ĂŒbergeht. Um 9:15 sollte ich im PET/CT Zentrum in Altona erscheinen. NĂŒchtern aber mit mind. 1 L stillem Wasser in meinem BĂ€uchlein. Kein Problem. Nach einem kurzen GesprĂ€ch mit dem Facharzt ging es anschließend erst zum Blut abnehmen, dann gab es die Wolframummantelte Spritze mit dem radioaktiven Powerjuice, den sonst nur Steve Rogers und Bruce Banner bekommen. Eine Stunde spĂ€ter liege ich in der Röhre. Der Arzt sagt, sie werden an die 1.500 Bilder von mir schießen. Zum GlĂŒck hab ich ein frisches T-Shirt, saubere UnterwĂ€sche und Socken an. 😁 Nach knapp einer Stunde ist der Spuk vorbei. Der Radiologe kommt zu mir und sagt, die ersten Bilder habe er gesichtet. Es sĂ€he soweit gut aus. Es sei auf den ersten Bildern kein Lymphommaterial mehr sichtbar. Das alles sei aber noch unter Vorbehalt, er mĂŒsse erst in Ruhe die anderen Bilder akribisch auswerten. Aber als ErsteinschĂ€tzung macht das Mut! So kann ich morgen mit frischem Elan und altbekannten Bumms in den Zyklus III starten. War das doch in den ersten zwei Zyklen meine BefĂŒrchtung. Da bei mir die hĂ€ufigsten Nebenwirkungen ja zum GlĂŒck grĂ¶ĂŸtenteils ausblieben, habe ich mich schon das ein oder andere mal gefragt, ob die Chemo denn bei mir ĂŒberhaupt anschlagen und wirken wĂŒrde. Schließlich hat man bei Krebs keine Fortschrittsindikatoren wie beispielsweise bei einer Grippe, wo dann irgendwann der Husten abklingt und das Fieber sinkt. Krebs ist da einfach anders – nicht greifbar.

Nach der Untersuchung fahre ich wieder nach Hause, koche mir was zu essen und verbringen den Rest des Tages bis 19:30 Uhr mit Hausarbeit (SpĂŒlmaschine einrĂ€umen, WĂ€sche waschen und aufhĂ€ngen, Sachen fĂŒr die Klinik packen). Um 19:30 kommt mein Nachbar Mathias hoch und wir zocken noch eine Runde FIFA20. Ich muss zugeben, wir sind beide sehr konsequent, was ein deutliches Defizit bei den Heimspielen angeht. Spielen wir bei mir verliere meist ich. Spielen wir bei Mathias verliert meist er. Wollten wir ein homogenes ausgeglichenes Spiel haben, mĂŒssten wir uns wahrscheinlich im Flur oder Keller treffen.

Das war mein Mittwoch.

* keine Angst: ich habe mich nicht mit Fahrwerken, Bremsscheiben und Smoothies eingedeckt. Das sind alles Bilder aus meinem vergangenen Berufsleben. Meine erste Arbeitsstation in Hamburg war bei inmocent Drinks. SpĂ€ter war ich dann fĂŒr Pedders Suspension im Einsatz und hab da ein paar Bilder im Lager gemacht.

(B)LOGBUCHEINTRAG VOM 01.03.2020: Naschen, tratschen und Abschiedsschmerz

Der MĂ€rz ist da. Schon irgendwie verrĂŒckt, wie unterschiedlich die Zeit zu vergehen scheint. Der Januar hatte gefĂŒhlt 85 Tage und der Februar trotz Schalttag dafĂŒr nur 5 und jetzt haben wir schon den 01.03. Wir haben den Sonntag nochmal fĂŒr gemĂŒtliches Beisammensein genutzt. Nach einem gemĂŒtlichen FrĂŒhstĂŒck und Mittagessen war noch einmal Kuschelzeit angesagt. Selbst meine SĂŒĂŸe, die sonst eine vehemente Abneigung gegen Mittagsruhe zu haben scheint, hat sich dazu durchgerungen und wir haben eine ganze Weile einfach nur im Bett gelegen und gekuschelt.

Nachmittags ging es dann noch zu Alex‘ zweitem Cousin, wo wir uns dann alle nochmal bei Eis, Waffeln, Windbeuteln und allerlei Kaffee- und KakaospezialitĂ€ten (hat ja auch Vorteile einen Gastronomen in der Familie zu haben) geklönt haben und die Kids zusammengebracht haben.

Danach ging es ĂŒber die traditionsreiche iBerg-Rennstrecke zurĂŒck zu Alex‘ Eltern, wo dann auch schon meine Eltern warteten, die mich mitnehmen. Mit einem passenden Auto, also keinem wenig dynamischen VW Bus, der einen Schwerpunkt wie ein Elefant auf Stelzen besitzt, macht die Strecke bestimmt auch ordentlich Spaß. 😁

Die MĂ€dels fahren ja morgen in den Urlaub, wo ich leider nicht dran teilnehmen kann, weil ich ja dann Mittwoch erst ins CT gehe und dann Donnerstag in den dritten Zyklus starte. Da war es fĂŒr mich etwas hart und der Trennungsschmerz sehr groß. Aber wir wissen ja alle, wofĂŒr wir es tun und hoffen, dass die CT-Ergebnisse gut sind und wir vielleicht mit 4 Zyklen Chemo auskommen.

Es gilt also abzuwarten.

(B)LOGBUCHEINTRAG VOM 29.02.2020: Bowling, Billard, Blogger, Bratwurst und Blockbuster

Schaltjahr! Das bedeutet, dass wir den heutigen 29.02. als gratis Upgrade fĂŒr das Jahr 2020 obendrauf bekommen.
Im „normalen“ Leben ist der 29. Februar ja eher verpönt. Ist es doch nur ein weiterer lĂ€stiger Arbeitstag oder der Monat dauert halt einen Tag lĂ€nger bis frisches Geld auf dem Konto landet.
FĂŒr mich ist der 29.02. mittlerweile mit einer anderen Bedeutung belegt, denn der Schalttag ist weltweit der „Tag der seltenen Erkrankungen“. Mit meinem neuen Kumpel „Hodgkin“ habe ich genau so eine seltene Erkrankung angestaubt. An meiner Krebsart, dem Hodgkin-Lymphom, erkranken in Deutschland pro Jahr etwas mehr als 1.900 Menschen. Ein verschwindend geringer Anteil (rd. 0,4 %), wenn man sich die Gesamtzahl aller Krebserkrankungen in good ol’ Germany pro Jahr ansieht: rd. 492.000 FĂ€lle.
FĂŒr mich ist es also von gewisser Wichtigkeit, diesen Tag in den Fokus zu rĂŒcken.
Hast du vorher bereits vom ‚Tag der seltenen Erkrankungen‘ gehört?
Ich wĂŒnsche mir und allen anderen, die sich derzeit mit einer seltenen Erkrankung auseinandersetzen mĂŒssen, viel Kraft und alles Gute! Keep Fighting!

29.02.2020: Tag der seltenen Erkrankungen.

Ansonsten sind wir dieses Wochenende aus Hamburg „geflĂŒchtet“ und verbringen das Wochenende bei Alex‘ Eltern. Um uns etwas abzulenken und den Kids etwas „Auslauf“ zu geben, sind wir ins Bowlingcenter gefahren. Dort haben wir uns mit Alex‘ Cousin, seiner Frau und deren beider Kinder getroffen. Die Kids haben dann eine eigene Bahn bekommen und die Erwachsenen auch. So konnten wir in Ruhe spielen. Rein körperlich kam ich auch gut zurecht. Nur punktemĂ€ĂŸig hat es fĂŒr mich leider nur zu Platz 4 von 4 gereicht. WĂ€re ich Pessimist, wĂŒrde ich sagen: „Letzter Platz“. Da ich aber keiner bin, sage ich: „Hat immerhin zu einer Top4-Platzierung gereicht“. Und gegen meine @alex4nti als ehemalige Amateursportlerin muss man sich eh beim 🎳 warm anziehen. Danach habe ich mit Stefan noch ein paar Runden Billard gespielt. Normalerweise ein Spiel, bei dem ich recht gut bin. Aber meine Nebenwirkungen sind leider Zittern und SchweißausbrĂŒche. Mit Zittern ist beim Billard ja kein Blumentopf zu gewinnen. Aber was zĂ€hlt ist das Erlebnis, nicht das Ergebnis. Nice little fact: in dem Bowlingcenter hatten @alex4nti und ich vor knapp 14 Jahren unser erstes „richtiges Date“ ❀. An meine KrebskĂ€mpfer-Mitleser: Was tut ihr, um euch zwischen den Chemos abzulenken?

Den Abend ließen wir dann bei lecker gegrillter frischer Brstwurst und dem Blockbuster „Die Eiskönigin“ ausklingen.

Meine SĂŒĂŸe aka „Strike Machine“.

Abschließend gibt es aber auch noch eine tolle Neuigkeit. Seit gestern bin ich offizielles Mitglied der Organisation „Cancer Unites“, die Krebsblogger untereinander vernetzen. Getreu dem Motto von Cancer unites:

„Finde Gleichgesinnte und Gleichbetroffene. Instagrammer, Blogger
und hilfreiche Organisationen mit denen Du Dich vernetzen kannst.
Passend zu Deinem Krebs. Denn Du bist nicht allein!“

Besuch doch mal http://www.cancerunites.de!

(B)LOGBUCHEINTRAG VOM 28.02.2020: Blutwerte, Bike und Bus fahren.

Das Fieber bei unserer LĂŒtten ist heute morgen weg. Auch Alex hat nur noch Husten. Dieser Kreuzzug gegen mein Immunsystem ist glĂŒcklicherweise spurlos an mir vorbeigegangen.

Nach dem FrĂŒhstĂŒck ordne ich meine ganzen Unterlagen. Da kommt echt einiges zusammen:

  • Bilder, CDs, Befunde von den Radiologen
  • UnzĂ€hlige AufklĂ€rungsbögen zu den OPs (Portanlage, Lymphknotenentnahme) und dazugehörige Berichte
  • Dokumentation und Medikationsplan fĂŒr die Chemo nach BEACOPPesk Schema
  • Überweisungen, Einweisungen und Rezepte
  • Arztbriefe
  • ArbeitsunfĂ€higkeits- und Liegebescheinigungen
  • Portpass
  • Belege, Rechnungen und Quittungen
  • Sonstiges

Da ist so ein A4-Ordner schnell voll. Danach mache ich mich mal wieder auf den Weg in die Klinik. Blutwerte kontrollieren ist angesagt. Ich schwinge mich also wieder mal aufs Rad und bestreite die 5 km aus meinen eigenen schwachen verbleibenden KörperkrĂ€ften. GefĂŒhlt erreiche ich das Tempo einer Schnecke auf Valium. Mein Konditionslevel liegt bei -1.000. Mein Transpirationslevel dagegen bei +1.000. Selbst wenn ich zuhause in Ruhe auf der Couch sitze, bilden sich schon deutliche und viele Schweißperlen auf der Stirn. Eine der, zum GlĂŒck, recht wenigen Nebenwirkungen, die ich habe. Eine andere ist das Zittern – und permanent weiche Knie.

Die Zittrigkeit kommt immer mal wieder schubweise vorbei. Alles in allem lÀsst es sich aber aushalten, solange ich nicht versuche Garn durch ein Nadelöhr zu friemeln.

In der Klinik angekommen, wird erstmal wieder Blut abgezapft. Heute steht eine etwas grĂ¶ĂŸere Analyse an, dass die PEt/CT-Praxis am Mittwoch auch die aktuellen TSH- und Kreatinwerte braucht. Meine Blutwerte sind gut. Bisschen hoher Anteil an Neutrophilen (Abwehrzellen, die eindringende Mikroorganismen abtöten), mit knapp 76 %, aber das ist dem Cortisonkonsum geschuldet. Alles in allem Werte, die fĂŒr meine aktuelle Situation normal sind.

Als ich zurĂŒck zu meinem Rad komme, finde ich das Autogramm eines Flugtieres an meinem Rad. Ich nehme an, es war ein Flugsaurier, der mir da auf den Sattel und ans Sattelrohr gemacht hat. Zum GlĂŒck hat sich das GelĂ€nder, an das ich mein Rad geschlossen habe, im Moment der Schussabgabe noch in die Flugbahn geworfen und somit einen Großteil des FĂ€kalprojektils abgefangen. Welch selbstlose Heldentat!

Trotzdem musste ich mich fragen: „Wie kriege ich den Mist, bzw. Vogeldreck denn jetzt da weg. TaschentĂŒcher habe ich eigentlich nie dabei. Aber zum GlĂŒck Mundschutzmasken. Mit einer habe ich dann auch ganz gut Erfolg gehabt.

Wieder daheim gab es ein schnelles Mittagessen, danach wurde ich eins mit der Couch. Und wenn ich sage, ich wurde eins mit der Couch, dann meine ich das auch. Durch das viele Cortison hat mein Körper anscheinend gut Wasser eingelagert, so dass ich das Tarnmuster des Sofas annahm.

Am Abend wollen wir dann in Richtung alter Heimat aufbrechen. Einfach mal wieder kurz raus.

(B)LOGBUCHEINTRAG VOM 27.02.2020: Familienzeit, Fieber und selbstgemachte Biggie Burger.

Ihr habt es womöglich gemerkt: gestern gab es keinen ausfĂŒhrlichen (B)LOGBUCHEINTRAG. Das liegt einfach daran, dass ich momentan zwischen Zyklus II und Zyklus III, der nĂ€chsten Donnerstag beginnt, so viel Zeit wie möglich mit meinen MĂ€dels verbringen möchte. Leider gestaltet sich das momentan aber auch schwierig, da meine große Tochter seit Dienstag ordentlich fiebert. Ich sehe es fĂŒr mich als Herausforderung fĂŒr mein frisches Blut und Immunsystem, habe aber die mentale Einstellung, dass ich diesen Infekt jetzt nicht auch noch einsammeln werde!

Dieses Mal hat unsere große kleine Motte mal das Fieber abgestaubt. Bei mir zum GlĂŒck keine Symptome.

Da das Fieber trotz Nurofen nur wenig zurĂŒckgeht, sitzen wir heute morgen um Punkt 8:00 Uhr beim Kinderarzt. Gestern haben wir gemeinsam gekuschelt und ferngesehen. Mehr gibt es zum 26.02.2020 eigentlich nicht zu berichten.

Die nĂ€chsten Tage sind dann mit kleineren Terminen gespickt und am Wochenende wollen wir dann zu den Eltern meiner Freundin, da sie ja mit meinen MĂ€dels dann nĂ€chste Woche ja in den Urlaub aufbrechen. Leider ohne mich. FĂŒr mich ist ja nĂ€chste Woche stattdessen das PEt/CT am Mittwoch und der 3. Zyklus ab Donnerstag vorgesehen.

Morgen geht’s es am spĂ€ten Vormittag fĂŒr mich noch mal in die Klinik zum Blut abgeben und Blutwerte ermitteln.

Zum Abendessen mache ich selbstgemachte Biggie Burger. So ganz kommt man ja nicht los davon. Aber ich denke, dass man die QualitÀt doch schon sehr beeinflusst, wenn man es selbst macht, als wenn man zum schottischen Restaurant mit dem goldenen M fÀhrt.

Frisch gemacht, mit frischen Zutaten. Unsere hausgemachten Biggies.

Ansonsten wird heute wohl nicht mehr viel passieren. Wir werden wohl kuschelig beisammen sein und zusehen, dass unsere kranken MĂ€dels bald wieder fit sind.

Anti-Krebs-FrĂŒhstĂŒck: die Kraft der Beeren, das Gute aus Honig und Joghurt und die Power von NĂŒssen und Samen.

Heute gab es mal wieder was sehr leckeres und zugleich aber auch sehr gutes fĂŒr den Körper.

FrĂŒher war FrĂŒhstĂŒck fĂŒr mich eher zweitrangig. Ich habe zwar phasenweise immer mal wieder versucht mich ausgewogen zu ernĂ€hren, oftmals kommt dann aber doch der innere Schweinehund zu groß und man greift halt doch eher zu was Fertigem. Hier eine Milchschnitte, da ein Riegel.

Seit ich aber nun die Diagnose Lymphknotenkrebs aka Morbus Hodgkin aka Hodgkin-Lymphom bekommen habe, habe ich mich auch immer wieder gefragt, woher es wohl kommen mag. Viele Theorien schossen mir durchs Hirn. Glyphosat? Nee, viele Felder gibt es hier nicht. Hohe Verkehrsdichte? Abgase? Andere Umweltgifte? Kann sein. Hamburg ist ja jetzt kein Dorf. Dennoch mit eine der grĂŒnsten StĂ€dte Deutschlands.

Am Ende weiß man es nie genau. Die beste Stellschraube, die man selbst beeinflussen kann, ist dann einfach die ErnĂ€hrung und der Lifestyle. Ich bin BĂŒrohengst, sitze oftmals 10 bis 12 Stunden. Das zusammen mit suboptimaler ErnĂ€hrung erscheint mir am wahrscheinlichsten. Denn sind wir mal ehrlich: was kaufen wir ein? Das meiste ist in Kunststoff oder Aluminiumdosen verpackt. Und wenn ich mich an den Physikunterricht zurĂŒckerinnere, meine ich mich zu entsinnen, dass sich SĂ€uren (in GetrĂ€nken) und Metalle auf Dauer eben nicht so gut vertragen.

Dass es beim FrĂŒhstĂŒck aber dennoch schnell, gesund und lecker sein kann, zeige ich euch in diesem Beitrag.

Ich habe heute meinen ersten Tag daheim nach meinem zweiten Chemozyklus. Das FrĂŒhstĂŒck in der Klinik besteht meist aus Brötchen, Butter, Aufschnitt, Marmelade, Joghurt und Tee. Nach 12 bis 14 Tagen Aufenthalt kommt einem das dann auch irgendwann zu den Ohren raus.

Somit verlangt mein Körper dann zuhause nach einer Alternative. Die soll er bekommen:

FĂŒr mein sogenanntes „Anti-Krebs-FrĂŒhstĂŒck“ oder auch „Healthy-Champions-FrĂŒhstĂŒck“ mische ich Naturjoghurt*, Cashewkerne, getrocknete Cranberries mit Haselnusskernen, Mandeln, Walnusskernen, Sonnenblumen-, KĂŒrbis- und Pinienkernen. Obenauf kommen frische FrĂŒchte. Beeren werden super Eigenschaften zur Vorbeugung vieler Krebsarten zugesprochen. Bei mir stehen Heidelbeeren, Himbeeren und Erdbeeren hoch im Kurs. Das i-TĂŒpfelchen bietet eine Mischung aus Honig, den ich in einer Espressotasse mit etwas heißem Wasser auflöse. Von der Wassermenge gerade so viel, dass sich eine mittlere zĂ€hflĂŒssige Lösung bildet. Dieses trĂ€ufele ich dann ĂŒber den FrĂŒhstĂŒcksmix und genieße ihn ausgiebig. Das ganze kann auch mit Haferflocken oder MĂŒslis kombiniert werden.

Die Eigenschaften der Zutaten im Detail:

Joghurt:

Der Joghurt bildet die Grundlage dieses PowerfrĂŒhstĂŒcks. Durch den relativ hohen Eiweissgehalt ist er gut fĂŒr den Erhalt der Muskulatur, was besonders in Zeiten der körperlichen InaktivitĂ€t (bei mir speziell wĂ€hrend der Krankenhausaufenthalte) wichtig ist. Ich merke es bei mir immer am eigenen Leib. Zu Beginn jedes Chemozyklusses mĂŒssen die Schwestern die „große“ Blutdruckmanschette nehmen, da ich doch recht krĂ€ftige Arme habe. Im Laufe der Therapie schrumpfen diese aber dann doch ziemlich und gegen Ende des Zyklusses reicht dann meist die „normale“ Manschette.

Aber auch ĂŒber die Lieferung von Protein unterstĂŒtzt der Joghurt bei folgenden Körperfunktionen:

  • Bildung von Muskeln und Knochen
  • Transport von Fett und Sauerstoff
  • Aufnahme von Eisen (besonders wichtig, da Eisen essentiell fĂŒr die Blutbildung ist. WĂ€hrend jedes Chemozyklusses sterben extrem viele Blutkörperchen und BlutplĂ€ttchen, die neu gebildet werden mĂŒssen)
  • Abwehr von Krankheitserregern
  • Reparatur defekter Zellen (gerade bei Chemotherapien soll das ziemlich hĂ€ufig vorkommen. ;))
  • Gesundheit von NĂ€geln und Haaren
  • Herstellung von Bindegewebe und Knorpeln
NĂŒsse, Samen und Kerne:

Nach dem Joghurt kommen die Kerne, NĂŒsse und Samen zum Einsatz. Ich wĂ€hle Cashewkerne, HaselnĂŒsse, WalnĂŒsse, Sonnenblumen-, KĂŒrbis- und Pinienkerne. Oftmals gibt es diese Kombination auch schon fertig gemischt in jedem Supermarkt oder beim Discounter. Steht meist nicht weit weg von den Obst- und GemĂŒsestĂ€nden.

All diese Samen, NĂŒsse und Kerne sind hauptsĂ€chlich wegen ihrer guten Fette in meinem Healthy-Champions-FrĂŒhstĂŒck. Das Thema FettsĂ€uren ist ein sehr kontroverses Thema und man kann darĂŒber ganze eigene BeitrĂ€ge verfassen. Mache ich spĂ€ter bestimmt auch noch mal. FĂŒr den Moment reicht es aber, wenn du weißt, dass die NĂŒsse sehr viele Omega3- und Omega9-FettsĂ€uren. Das sind die sogenannten „guten FettsĂ€uren“. Nicht verwechseln mit Omega6-FettsĂ€uren in Pflanzenölen. Omega6-SĂ€uren sind eher krebs- und entzĂŒndungsfördernd. Omega3-SĂ€uren hemmen EntzĂŒndungen und viele Krebsarten. Omega3-SĂ€uren sorgen fĂŒr die Sicherstellung wichtiger Körperfunktionen, hauptsĂ€chlich bei den Gehirnfunktionen.

Omega3- und Omega9-FettsĂ€uren unterstĂŒtzen den Körper bei diesen Funktionen:

  • Schutz vor Herz- und GefĂ€ĂŸkrankheiten und Krebs
  • Verbesserung der Übertragung der neuronalen Erreger im Gehirn
  • Gehirn- und Zellentwicklung wĂ€hrend einer Schwangerschaft
  • Anregung der HerztĂ€tigkeit und somit Verringerung des Risikos fĂŒr Herzrhythmusstörungen und/oder Embolien
  • Omega3-SĂ€uren sind entzĂŒndungshemmend
Die Beeren:

Die Beeren im Healthy-Champions-FrĂŒhstĂŒck sorgen fĂŒr die nötige SĂŒĂŸe. Ich hatte schon immer einen sĂŒĂŸen Zahn. Aber nicht nur geschmacklich haben Erdbeeren, Himbeeren, Heidelbeeren und Cranbeery einiges zu bieten, in ihnen stecken auch noch jede Menge andere Powerstoffe:

Die Himbeere und Erdbeere verfĂŒgen ĂŒber einen hohen Gehalt von EllagsĂ€ure, einem hochwirksamen krebshemmenden Inhaltsstoff. Die Heidelbeere unterstĂŒtzt den Kreislauf des Körpers und sorgt durch ihre Inhaltsstoffe Anthocyanide dafĂŒr, dass das Wachstum von Tumoren verlangsamt werden kann.

Die Cranberry, die mit der Heidel- und der Blaubeere verwandt ist, auch wenn man es ihr auf den ersten Blick nicht ansieht, hat mannigfaltige positive Eigenschaften:

  • UnterstĂŒtzung der Nieren- und Harnwegsfunktionen
  • krebshemmende Wirkung durch EllagsĂ€ure, Anthocyanide und Proanthocyanide
  • UnterstĂŒtzung beim Schutz der Körperzellen.
Honig:

Ganz zuoberst meines Healthy-Champions-FrĂŒhstĂŒck trĂ€ufele ich eine Lösung aus Wasser und Honig*. Dazu nehme ich zwei Teelöffel oder einen Esslöffel Honig, fĂŒlle ihn in eine Espressotasse und ĂŒbergieße das ganze mit heißem Wasser. Dann schaffe ich durch VerrĂŒhren eine zĂ€hflĂŒssige Lösung. Bei der Konsistenz kannst du frei experimentieren, ob du es gern zĂ€her oder flĂŒssiger magst. Den Honig nehme ich aus folgenden Aspekte mit ins FrĂŒhstĂŒck auf:

  • Durch die in Honig enthaltenen Inhibinen sorgen fĂŒr eine entzĂŒndungshemmende Wirkung.
  • Antioxidantien können das Risiko fĂŒr Herzinfarkte und SchlaganfĂ€lle reduzieren und sich positiv auf die Sehkraft auswirken.
  • Honig kann zur Senkung des Cholesterinspiegels beitragen
  • Honig stĂ€rkt das Immunsystem und hilft bei Husten.

Kombinierst du das Healthy-Champions-FrĂŒhstĂŒck dann noch mit ballaststoffreichen Haferflocken, hast du nicht nur ein gesundes sondern vor allem auch eine lange sĂ€ttigende Mahlzeit und kommst problemlos bis zum Mittag – ohne das Risiko zum Schokoriegel greifen zu mĂŒssen!

*Bei der Auswahl des geeigneten Honigs empfehle ich Deutschen Imkerhonig oder einen Honig von einem lokalen Imker. Industriehonige sind zwar meistens 1-2 Euro pro Glas gĂŒnstiger, werden aber oft mit Honigen aus anderen LĂ€ndern gestreckt. Nicht selten stecken dann auch Honige aus fragwĂŒrdigen HerkunftslĂ€ndern wie China in den Fertigerzeugnissen.

Sternekoch Nelson MĂŒller hat fĂŒr das ZDF einmal eine sehr interessante Reportage gemacht. Ich werde den Link hierunter mal posten. Die 8 Minuten sollte man sich einmal nehmen. Ich denke, die 1-2 Euro fĂŒr einen guten Honig kann man dann ruhigen Gewissens investieren.

Link zum Youtube-Video von Nelson MĂŒller fĂŒr ZDFzeit: https://www.youtube.com/watch?v=7yqkNyosApY

(B)LOGBUCHEINTRAG VOM 25.02.2020: Zweite Angriffswelle beendet, kuscheln, spielen, glĂŒcklich sein.

Kurz nach dem FrĂŒhstĂŒck lĂ€uft mir Hr. Dr. auf dem Flur in die Arme. Ich frage ihn: „Na, wie sehen die Blutwerte aus?“ Er sagt, er habe die Ergebnisse noch nicht gesehen. Auf meine Frage, ob ich denn morgen oder ĂŒbermorgen entlassen wĂŒrde, wenn die Werte gut aussĂ€hen, antwortet er: „Wenn die Werte gut sind, entlasse ich Sie spĂ€testens morgen!“. Wenig spĂ€ter steht er im Zimmer und sagt: „Sie können heute gehen!“. Mit einer Geschwindigkeit auf die selbst QuickSilver von Marvel und the Flash aus dem DC Universe neidisch wĂ€ren, packe ich meine Sachen. Am Tresen nehme ich meine Pillenration fĂŒr den morgigen Tag entgegen. Der wĂ€re ja eigentlich noch regulĂ€rer Therapietag gewesen. Am Empfangstresen tausche ich ein StĂŒck Marzipan, Schokoladencrossies und andere SĂŒĂŸigkeiten gegen meinen Arztbrief und die Liegebescheinigung.

Bei der Beschriftung ist mir leider ein kleiner Fehler unterlaufen. Sind natĂŒrlich 2/4 bzw. 2/6 Chemos done. Nicht 2/7.

Dann nix wie ab nach Hause. 20 Minuten spĂ€ter klingele ich zuhause und alle sind ĂŒberrascht und ĂŒberglĂŒcklich. Meine Große ist leider krank und musste heute mit Fieber zuhause bleiben. Sauber! Kann ich direkt austesten, was meine neu gebildeten Leukozyten und Neutrophilen so abkönnen. Wir wollen es uns ja auch nicht zu einfach machen. Als erstes rĂ€ume ich alle meine Sachen weg. Das ist wichtig fĂŒr mich, weil es mir symbolisiert, dass Zyklus II nun offiziell in den BĂŒchern ist und ich jetzt erstmal wieder „frei“ habe.

SpĂ€ter nutze ich die Gelegenheit, um den Einkauf zu erledigen. Die MĂ€dels wĂŒnschen sich FischstĂ€bchen und KartoffelpĂŒree zum Mittag. Ich hab Verlangen nach den fantastischen Penne Bolognese meiner SĂŒĂŸen. Zur Feier des Tages kocht sie beides. Beim Einkaufen nehme ich direkt auch noch frischen Joghurt, Obst und GemĂŒse mit. FĂŒr das Abendessen habe ich einen Japps auf Bratwurst, Kartoffel- und Gurkensalat.

Nach dem Essen ist kuscheln angesagt. Die Große mit MĂŒtze, wegen des Infekts friert sie die ganze Zeit. Wird Zeit, dass der immerwarme Daddy sie wieder warmkuschelt. Ging ja lange genug nicht.

Kuschelzeit. Endlich wieder. Das Shirt hab ich von Steven Rogers abgestaubt. Der Kopf ist eher die bleiche Version vom Red Skull. 😂

Nach und nach schlummern alle kurz ein. Nur ich kÀmpfe mich tapfer durch die Folge Baywatch aus Nitro.

Am Nachmittag spielen Lara und ich „Lotti Karotti“.

Wir haben uns am Ende auf ein Unentschieden geeinigt.

WĂ€hrend Alex sich beim Sport austobt, kĂŒmmere ich mich um das Abendessen.

Danach kommt unser Nachbar Mathias hoch und wir geben uns einer intensiven Runde FIFA 20 hin. Ich habe mir eine ziemliche HeimschwĂ€che zugelegt. Am Ende spricht die Statistik im klassischen Anstoß bei 1:0 gegen mich, im Volta-Modus sogar 6:3 gegen den 1. FC van Hecklundt.

Schlafen werde ich heute im Kinderzimmer von Lara. Sie hat es sich gewĂŒnscht. Wir hören „Wendy“ zum Einschlafen. 😁👍