Heute startet der Tag mit Herausforderungen für mich. Seit vorgestern habe ich ja keine Portnadel mehr im Port, so dass Blut jetzt ganz normal über die Armvene gezapft wird. Die Nacht war schon irgendwie unruhig und anstrengend. Ich hab viel geschwitzt und war ziemlich viel wach.

Beim Blutabnehmen dann der Super-GAU für mich. Bereits beim Einstechen der Butterfly-Flügelkanüle merke ich, wie mir komisch wird. Ich sage der Schwester, das sich das alles gerade merkwürdig anfühlt und mir glaub ich schwindelig wird. Dann geht alles ganz schnell. Rauschen im Ohr, Hörlautstärke nimmt ab, so dass ich das Gefühl hab, dass ich noch Kopfhörer im Ohr hätte. Als nächstes erinnere ich mich nur noch, wie ein Pfleger und zwei Schwestern um mein Bett stehen, mir die Beine hochlagern und fragen: „Geht’s wieder?“. Geht wieder. Nur der Tinnitus nervt noch ein bisschen. Ich werde trotzdem noch etwas schlafen. Wenig später kommt dann auch die Blutdruckmessung: 98/66. An so einen niedrigen Blutdruck kann ich mich nicht erinnern. So einen Blutdrucktiefpunkt hatte ich glaub ich noch nie. Doch: beim Bund vielleicht einmal, nach dem Blut spenden. Da bin ich auch mal umgekippt. Da war ein Snickers einfach nicht genug Frühstück. Für morgen lasse ich auf jeden erst den Blutdruck messen, danach Blut abnehmen. Je nachdem, wie der Blutdruck aussieht.

Danach vegetiere ich den Rest des Tages in bester Meditationshaltung im Bett rum und schlummere immer mal wieder ein. Das Klinikpersonal hat mein Bettfußteil runter-, das Mittelteil hoch- und das Kopfteil auch hochgestellt. So liege ich wie ein Baby in bester Z-Stellung im Bett und döse vor mich hin.

Nachmittags klopft es an der Tür und meine Schwester Julia steht in der Tür. Welch schöne und unerwartete Überraschung. Sie und ihre Familie sind bei Freunden zu Gast und da wollte sie es sich nicht nehmen lassen, mir einen Besuch in meiner Genesungssuite abzustatten. Wir quatschen eine ganze Zeit lang über alles mögliche. Als sie aufbrechen will/muss gibt sie sich die Klinke mit meiner Süßen in die Hand.

Alex versorgt mich mit neuen Säften und hat auch ein paar Smoothies dabei. Schöne Erinnerungen werden wach. War die Herstellerfirma doch meine allererste Arbeitsstelle in HH.

Alex ist ohne die Kids gekommen. Meine große Tochter ist mit einer Freundin und ihrer Familie beim Schwimmen und wird auch da übernachten. Unsere Kleine ist bei einer Klassenkameradin. Auch sie schläft heute auswärts. Wie in einem anderen Beitrag schon mal geschrieben, versuchen wir halt, so weit wie möglich Normalität im Alltag beizubehalten. Und für Alex ist es vielleicht auch mal ganz gut, zuhause nur mit unserer Fellnase allein zu sein.

In der Klinik genießen wir gemeinsam die Smoothies und kuscheln in meinem Bett. Das hat mir sehr gefehlt.

Gegen Abend misst Pfleger Ben dann noch einmal meinen Blutdruck. Entwarnung: 115/80. Fast schon wieder Optimum. Damit kann ich dann beruhigt einschlafen. Bis morgen dann! 😁

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