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(B)LOGBUCHEINTRAG VOM 17.02.2020: mein neuer Zimmergenosse,

Ab 09:00 Uhr ist Schluss mit der Einzelzimmerei. Ich habe einen neuen Wegbegleiter auf meinem Zimmer. Klaus. Klaus schätzt mich auf das Alter seiner Tochter. Sie ist 12 Jahre älter als ich… 😒

Aber Klaus ist nett und gesprächig. Er wird wohl nur für 1-2 Tage hier sein. Er wird an einem Tumor operiert und kann dann nach einer gewissen Beobachtungszeit wieder gehen. Seit 2016 wird er schon an seinem Krebs behandelt. Aber auch er sieht es positiv.

Nach dem Mittagessen kommt der Stationsarzt zur Visite und fragt, wie es läuft. Ich sage: „Soweit ganz gut, nur nachts habe ich immer so ein Gefühl, als hätte ich einen Korken oder Pfropfen in der Lunge.“. Er lässt einen erneuten Lungenfunktionstest ansetzen. Termin folgt. Die Blutwerte sähen wohl noch gut aus. Noch. Ich antworte, dass ich ja dann vielleicht Glück hab und die weißen Blutkörperchen dieses Mal vielleicht nicht so massiv absterben werden, wie im ersten Zyklus. Der Arzt wettet mit den Worten dagegen: „Das werden sie. Sie bekommen die stärkste Chemotherapie, die für Sie freigegeben ist!“. Das erschreckt mich… aber auf der anderen Seite bestärkt es mich auch, da ich ja trotz allem alles noch ganz gut vertrage. Die nächste Hiobsbotschaft, die er überbringt, dreht sich um unseren geplanten Urlaub, den wir auch letztes Jahr schon gebucht und bezahlt haben. 6 Tage Center Parcs im Allgäu. Vom 02. bis zum 07.03.2020. Herr Dr. sieht mich daran nicht teilnehmen, da nach der Entlassung aus Zyklus II schnellstmöglich das PEt/CT gemacht werden soll und anschließend, nach aktuellem Plan Zyklus III am 05.03.2020 in Angriff genommen werden soll. Er verspricht, zu versuchen was er kann, für ihn als Mediziner habe aber die Therapie immer erste Priorität. Verständlich, trotzdem ärgerlich, weil es für mich wieder um verbranntes Geld für Urlaub geht, den ich nicht antreten kann. Aber es heißt abwarten. Vielleicht passt es am Ende ja doch noch.

Ansonsten hadere ich noch immer mit meiner Haarlosigkeit. Aber da das an der Situation an sich auch nix ändern wird, kann ich es auch mit Humor nehmen. Auf meinem Dingsdagram-Profil (ja, ich weiß, das heißt eigentlich Instagram, oder cool: INSTA) habe ich daher in meinem Status proklamiert, dass man mich wohl ab nun auch „den weißen Detlef D.! Soost“ nennen könne.

Komischerweise haben viele meiner Social-Media-Wegbegleiter andere Assoziationen mit meiner neuen Optik. Es folgen daher nun die offiziellen Top 3 meiner Doppelgänger:

Ich muss ja zugeben: es stimmt. Bei allen besteht eine gewisse Ähnlichkeit. Damit beschließe ich den heutigen 17. Februar und sage: „Humor ist, wenn man trotzdem lacht!“. Viel passiert heute wahrscheinlich nicht mehr. Aktuell streame ich sehr gerne „Frau Jordan stellt gleich“ auf Joyn. Das werde ich jetzt auch wieder tun. Dann gibt es ja bald auch schon wieder Abendessen. Dann ist das letzte offizielle Tagwerk getan.

(B)LOGBUCHEINTRAG VOM 16.02.2020: der Kopf, Ruhe und Abgeschiedenheit.

Ich bin immer noch allein auf dem Zimmer. Also nutze ich die Ruhe und Abgeschiedenheit um meine Gedanken zu sortieren. Gerade der Kopf macht mir im Moment am meisten zu schaffen. Zu viele Dinge kreisen aktuell da einfach durch. Am schlimmsten ist immernoch, das die Mädels nicht auf die Station dürfen. Klar, ich freu mich immer auch über die Momente, die wir im Innenhof der Klinik miteinander verbringen können, aber komisch ist es trotzdem. Und jedes Mal, wenn sie sich wieder auf den Heimweg machen, befällt mich ein tiefes Gefühl der Traurig- und Einsamkeit.

Dann kreist immer noch die finanzielle Unsicherheit durch den Kopf. Das Konto ist eigentlich jetzt schon im Minus. Bis März muss aber noch der erst Aufenthalt in der Klinik bezahlt werden und was dann beim Krankengeldbezug im Endeffekt auf dem Konto landet ist auch noch unsicher.

Irgendwann schiebe ich aber all diese Gedanken erstmal vor mir weg. Da kann ich mir dann Sorgen drum machen, wenn es soweit ist. Ich höre den Rest des Abends Musik, schaue „the biggest Loser“, danach „Sully“ und lasse mich dann von der „Ostfriesenangst“ ins Land der Träume geleiten.

(B)LOGBUCHEINTRAG VOM 15.02.2020: Nochmal Happy Birthday, Einzelzimmer und viel Musik

Gestern war Valentinstag und der Geburtstag von Alex‘ Dad. Heute hat Danny Geburtstag, einer meiner ersten Kunden 2012/2013 und heute mittlerweile ein sehr guter Freund und Vertrauter und gleichzeitig eine Art „Außendienstler“ für mich. Auch auf diesem Wege alles Gute nochmal zum Geburtstag! Bleib wie du bist!

Alles Gute zum Geburtstag, Danny.

Heute ist Tag 3/14 Chemozyklus II/IV bzw. II/VI, so genau weiß man das ja noch nicht, da nach diesem Zyklus ja erst noch das CT ansteht, um die aktuellen „Trefferbilder“ der Chemomedikamente auszuwerten, um mal in der Militärterminologie zu bleiben, die mich auch fast 11 Jahre nach meinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst nie ganz loslässt. Viel gibt es eigentlich nicht zu sagen. Der medizinische (All)Tag beginnt mit den Vitalwerten. Alles normal, sogar meine Sauerstoffsättigung ist mit 100% optimal, obwohl ich ein bisschen Druck auf der Lunge empfinde. Aber nix wildes.

Ansonsten sind meine Sinne immer noch ziemlich geschärft. Das muss wohl an dem Marvel-Superhelden-Zeug liegen, was mir tagtäglich durch die Venen gejagt wird. Hat aber auch Nachteile. Ich höre auch hier in der 3. Etage gefühlt unten unter der Erde jede Wühlmaus kichern. Da ist es sehr förderlich, dass ich noch keinen neuen Zimmergenossen habe. Die Schwester verrät mir, dass derzeit mittlerweile 8 Betten auf der Station frei sind. Auch ihr lege ich nahe, dass es nicht schlimm ist, wenn das freie Bett bei mir als letztes wieder belegt wird. Mal sehen, ob es hilft. 😁 Ansonsten ist da noch der Geruchssinn. Weil ich nachts zwischen 02:00 und 03:00 Uhr meist nochmal einen Hungerschub kriege, schmiere ich mir meist eine meiner Stullen „auf Lager“. Aber selbst in eine Serviette eingewickelt, rieche ich das Brot. Leider riecht es für mich derzeit nicht angenehm. So musste ich es dann entsorgen. Gegen den Hunger hat die Schwester der Nachtwache mir dann ein paar von den Fruchtdesserts gebracht. Die sind lecker!

Meine neue eiserne Nachtration. Bei den meisten Sorten besteht das Dessert nur aus Frucht und der obligatorischen Ascorbinsäure, auch bekannt als Vitamin C.

Nach der Messung der Vitalwerte kommen meine Mädels noch mal vorbei, bevor sie Richtung alte Heimat aufbrechen. Dort steht ja heute die Geburtstagsparty von Alex‘ Dad an. Leider ohne mich. 😔

Aber ich bekomme fleißig Bilder geschickt. Da fühlt es sich wenigstens ein wenig so an, als wäre ich dabei. Ansonsten verbringe ich den Tag mit viel Musik, ohne Kopfhörer 🎧 in meinem Einzelzimmer.

Alles Gute, Geburtstagskind. Ich hoffe, dass Geschenk erfreut dich!

Natürlich darf auch der obligatorische Mettigel nicht fehlen. 😂

(B)LOGBUCHEINTRAG VOM 14.02.2020: Happy Faltendienstag, happy birthday und Einzelzimmer im Penthouse

Heute ist der Tag der Verliebten, Valentinstag, oder wie ich ihn liebevoll nenne: Faltendienstag. Gleichzeitig ist es auch der Geburtstag von Alex‘ Vater… – Happy Birthday auch hier nochmal. An der morgigen Feier kann ich ja leider aus bekannten und sehr stationären Gründen nicht teilnehmen. 😔 Aber da muss ich wohl jetzt erstmal durch.

Am Morgen werden wieder die Vitalwerte kontrolliert. Alles ok:

  • Blutdruck: 115/80
  • Sauerstoffsättigung: 95 %
  • Puls: 86
  • Temperatur: 36,6 ° Celsius

Meine größte Sorge galt verständlicherweise der Temperatur, aber wie du siehst, ist sie ja glücklicherweise wieder im Normalbereich. Über den Tag werde ich immer mal wieder kontrollieren. Gegen Abend steigt sie je nach Messpunkt (Schläfe oder im Ohr) auf maximal 37,3 Celsius. Knapp noch im Normalbereich. Also kein Grund zur Sorge.

Danach bekomme ich sogar Valentinstagspralinen von den Schwestern. Sie sind zwar alle weiß, bzw. ein paar auch beige und die Schwestern raten davon ab sie genüßlich zu lutschen, aber was solls. Die Geste zählt. 😂

Alex bringt mir morgens noch ein paar Sachen, die ich am Donnerstag im Tatterkopf noch vergessen habe. Handtücher, das Fieberthermometer, damit ich nicht immer nach den Schwestern klingeln muss, wenn ich mal wieder der Temperaturhypochondrie anheimfalle und…. richtige echte Valentinspralinen. Diese kleinen Herzchen in der lilafarbenen Verpackung. Geschmückt mit einer Widmung von meinen Mädels: „Wir haben DICH Liiiieb! Küsschen 💋“ und sieben aufgemalten Herzchen. Das war echtes Teamwork. Unsere große Tochter hat die Pralinés mit eingekauft, die Widmung hat meine süße Alex aufgebracht und die Herzchen hat meine kleine 7-Jährige gemalt.

Herzchen malen kann Lara ganze hervorragend. ❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️

Nach dem Frühstück wird der ältere Mann nach Hause entlassen. Wir wünschen uns gegenseitig alles Gute, danach bin ich stolzer Besitzer eines Einzelzimmers. Es wird auch erstmal so bleiben. Die Schwester verrät mir, dass momentan 5 Betten im Onko-Bereich frei sind. Ich sage ihr, dass ich nichts dagegen hätte, wenn das freie Bett in meinem Zimmer erst an fünfter Stelle vergeben würde. Danach genieße ich meine Einsamkeit. Über den Laptop lasse ich meine Fighting-Playlist von Spotify* laufen. Mannomann, da sind schon 139 Songs zusammengekommen. Das ist ja der Hammer. Da könnte ich jetzt exakt 8:30 Std. hier Party machen. Mal sehen. Eigentlich wollte ich ja auch mal wieder einen Film schauen. Irgendwie dümpel ich aber doch nur im Netz rum und erledige hier und da noch was am Online Shop. Muss ja irgendwie alles weitergehen.

Um 23:00 Uhr, nachdem ich eine ganze Zeit lang meiner Playlist gelauscht, ein paar Spiele auf dem Handy gespielt habe und das Spiel Borussia Dortmund gegen Eintracht Frankfurt im Live-Ticker verfolgt habe (4:0 für den BVB, yeah! Nur noch ein Punkt zur Tabellenführung. Vorausgesetzt, die bl*den Bayern vergeigen ihr Spiel gegen Köln. Aber wohl eher unwahrscheinlich. Aber auch 4 Punkte sind noch dicht genug dran.Wir werden sehen), werde ich langsam müde und lege mich hin. Ich höre zum Einschlafen noch ein Hörbuch aus der Ostfriesland-Krimi-Reihe von Klaus-Peter Wolf. Na dann, gute Nacht.

* Nutzt du Spotify? Dann freue ich mich, wenn du mir auch einen Song für meine Playlist schenkst. Einfach folgenden Link öffnen und deinen Anfeuerungssong hinzufügen:

(B)LOGBUCHEINTRAG VOM 13.02.2020: Zweiter Chemozyklus, eine Tüte voller Süßigkeiten, Pippie vergessen und ein suboptimaler Start.

Heute ist es soweit. Es geht wieder stationär in die Klinik, denn der zweite Zyklus der Chemotherapie möchte bestritten werden. Um 08:00 Uhr bin ich, wie gewünscht, in der Klinik. Vorher war ich um 6:20 Uhr wach und auf Toilette. Meine große Tochter auch. Also habe ich mich danach noch einmal mit ins Kinderzimmer geschlichen und mit meinen beiden kleinen Mäusen die Kuschelakkus noch einmal aufgeladen. Meine kleine Tochter Lara sagte: „Du musst dann wieder Pippie mitnehmen. Der hat beim letzten Mal auch gut auf dich aufgepasst und sorgt dafür, dass du gesund wirst!“. Also habe ich ihr zugesichert, dass Pippie mitkommt. Als wir dann alle fertig waren, ging es für uns alle los. Erst noch schnell die Kids an der Schule rauslassen. Lara dreht sich noch einmal zu mir um und sagt: „Ich möchte dir noch ein Küsschen geben, wenn ich nachher nach Hause komme, bist du ja nicht mehr da.“. Da ist er wieder – der Herzschmerz. Ich gebe ihr einen Kuss, dann steige ich wieder ins Auto. Und dann geht es los. Ich fange an zu heulen. Alex fragt: „Was ist denn los?“ Ich kriege nur rausgeschluchzt: „Das ist halt all das, was jetzt rauswill, was ich nicht rauslassen kann, wenn die Kids zuhause sind! Ist gleich wieder gut.“

Dazu muss ich sagen, dass wir zuhause versuchen, so normal wie möglich zu leben. Klar, die Kinder kriegen mit, das mir die Haare und der Bart ausfallen und das ich öfters ins Krankenhaus muss und das ich krank bin. Allerdings haben wir vor ihnen noch nie das K-Wort ausgesprochen. Ist das notwendig? Sollte man so detailliert seine Kinder einweihen? Wenn sie 13 und 15 wären vielleicht. Aber mit 7 und 9? Habt ihr Erfahrungen damit? Dann lasst einen Kommentar da. Ich bin für jeden Input dankbar. Aktuell ist ihr Wissensstand der, das ich ihnen erklärt habe, das manche meiner Körperzellen stärker gewachsen sind, als sie hätten sollen. Und das die Ärzte mit den ganzen Medikamenten jetzt versuchen, diese Zellen wieder zu normalisieren.

Bevor es zur Klinik geht, halten wir noch kurz beim Bäcker. Nochmal schnell was Leckeres gönnen bevor es wieder 14 Tage nur Klinikhappa kriege. Beim Auspacken stelle ich fest, dass ich die Hälfte vergessen habe:

  • Handtücher
  • Fieberthermometer (nach der Neutropenie vom ersten Zyklus bin ich da vorsichtig geworden und wollte nicht immer nach dem Pflegepersonal klingeln.
  • Mein kleines buntes Kissen, dad ich immer zwischen Kopf und Schulter lege, damit letztere nicht einschläft.
  • Pippie (na klasse, wer passt jetzt auf mich auf?)

Ich bin nicht abergläubisch, aber das war ein holpriger Start in Zyklus II. Dann ging es los. Erstmal Portnadel setzen. Diesmal nur eine 25 mm lange Nadel statt der 38 mm langen vom ersten Durchgang. Dann spülen, Blut abgeben und um 10:00 Uhr geht es los. Erst festes „Frühstück“:

Meine „Hardware“ für heute.
  • Emend
  • Dexamathason
  • Procarbizin
  • Prednisolon
  • Calcium
Und die dazu passende „Software“.

Danach kommt der Saft:

  • Cyclophosphamid (1 Std Durchlaufzeit)
  • Doxorubicin (45 min Durchlaufzeit)
  • Etoposid (45 Min Durchlaufzeit)
  • 2x Mesna (jeweils ca. 15 Min Durchlaufzeit)
  • Granisetron (ca. 15 Min Durchlaufzeit)
  • Jonosteril (1 Std. Durchlaufzeit)

Zwischendurch gibt es Hühnchengulasch mit Nudeln und gemischtem Salat.

Alex schickt mir eine Sprachnachricht mit einem Radiomitschnitt von Peter Fox‘ „Haus am See“. Darunter steht: bald ist es soweit, unser Haus am See! Dazu ein paar Bilder des Center Parcs im Allgäu. Das motiviert.

Ich liege übrigens mit einem älteren Mann auf dem Zimmer. Auf jeden Fall ist er gesprächiger als der alte Mann beim letzten Mal. Und er kämpft auch gegen Lymphknotenkrebs. Langsam kommt mir die Krankheit nicht mehr so selten vor, wie es im Internet behauptet wird.

Gegen 14:00 Uhr geht es los. Ich muss langsam laufend auf die Toilette. Neben den 2,6 Litern Chemoflüssigkeit fließen noch 1 Liter Wasser, 1 Liter Multivitaminsaft und 1 Liter Pfefferminztee in meinen Körper. Macht summa summarum, wenn ich das Rechnen nicht verlernt habe, insgesamt 5,6 Liter liquid input. Und das muss halt irgendwann wieder raus. 😂

Gegen 17:00 wird mir allmählich etwas schlecht. Die Schwester reicht mir ein neues „Antikotzmittel“. Es wirkt nur mittelmäßig.

Zwischen 19:00 Uhr und 21:00 schlafe ich. Dann werde ich wach und fühle mich warm. Hätte ich doch nur mein Fieberthermometer hier… nach der kritischen Neutropenie bin ich dahingehend vorsichtiger geworden. Also klingel ich nach dem Pflegepersonal. Eine Schwester, die im ersten Zyklus sehr nett zu mir und meinem Zimmernachbarn war, mit einer herrlich erfrischenden „Kodderschnauze“ gesegnet ist, wie man hier im Norden sagt und immer einen frechen Spruch auf Lager hat, fragt, wie es mir ginge. Ich sage: „soweit gut, bisschen wenig los auf Kopf und am Kinn, sonst gut. Bis auf die Temperatur. Ich fühle mich, als ob ich glühe. Würdest du bei mir mal die Temperatur messen!“. Sie misst. Und dann das: 38,9 Grad Celsius. Fieber! Sie ist nicht begeistert. Ich bin nicht begeistert. Sie fährt eine Armada an Fläschchen, Spritzen, Desinfektion und Tabletten auf. „Du musst Blut abgeben. Aus der Vene und aus dem Port, damit wir sehen, woher die fieberhafte Reaktion kommt!“. Also dann: der rote Saft, fließt aus dem Portschlauch. Wegen des Desinfektionsmittelgeruchs dreh ich meinen Kopf vom Portanschluss weg. „Kannst das nicht sehen?“ fragt die Schwester. Ich pariere: „ich war 4 Jahre beim Bund. Ich hab krassere Sachen gesehen. Nur der Desi-Geruch stößt mich momentan ab. Und Nadeln setzen im Arm kann ich nicht ab, oder wenn der piekende sagt: ‚piekt kurz!‘. Einfach rein und gut ist.“. „Ok. Hast du gute Venen?“ „all deine Kollegen waren bisher begeistert!“, sage ich. „Na gut!“ sagt sie und sticht zu. Und dann? Nix. Kein Tropfen läuft. Sie dreht die Nadel in meinem Arm, dann beginnt es zu laufen. Ich sage: „was ist das? Luftbläschen im Blut? War ich tauchen? Hab ich die Taucherkrankheit?“ Sie sagt: „kann auch sein, weil ich die Ader nicht richtig getroffen habe!“ 🤷‍♂️ Was solls. Von 20 mal pieken einmal nicht optimal getroffen, das macht eine Fehlerquote von 5 %. Das ist für mich okay. Danach kriege ich noch Ibuprofen gegen das Fieber und MCP gegen die wieder aufkeimende Übelkeit. Diesmal hilft es. Danach darf ich noch in einen Becher pieschen. Ich nutze die Gelegenheit und übergebe noch die Tüte mit den Süßigkeiten als Dankeschön für die gute Betreuung während Zyklus I.

Um 22:45 Uhr nochmal Temperatur messen. Jetzt nur noch 37,9 Grad. Kein Fieber mehr. Nur noch erhöhte Temperatur. Wenn ich mich vorher noch mal melde, messen wir nochmal. Ich werde mich jetzt um 00:24 Uhr nochmal melden. Aber nur, weil der Pipibecher hier noch steht. Den können die Fachleute mal noch analysieren. Danach werde ich mich schlafen legen und dann ist der erste gruselige Tag geschafft. Kann morgen, bzw. mittlerweile heute ja nur besser werden.

Update 04:00 Uhr: 36,9 Grad Celsius.

(B)LOGBUCHEINTRAG VOM 11.02.2020 BIS 12.02.2020

Zwischenzeitlich gibt es nicht viel zu berichten. Die letzten zwei Tage bevor es wieder in die Klinik geht, nutze ich noch mal um meine Kuschelakkus aufzuladen, zuhause zu chillen und die letzten Erledigungen abzuarbeiten. Am 13.02.2020 geht es dann weiter mit dem zweiten Zyklus. Dann gibt es wohl auch wieder mehr zu lesen!

(B)LOGBUCHEINTRAG VOM 10.02.2020: Blutwerte, Entspannung und wohltätige Zwecke

Heute war ein eher ruhiger Tag. Aufstehen, die Kids schulfertig machen, frühstücken, chillen. Bei Game of Thrones mache ich gute Fortschritte. Ich dürfte bei S6 E8 oder E9 sein. Also auch fast durch mit Staffel 6. Um 11:50 Uhr habe ich einen Termin im MVZ Onko im AK Barmbek. Blutwerte kontrollieren. Bis dahin heißt es „Zeit totschlagen“. Aber wie gesagt: GAME OF THRONES! Eigentlich wollte ich mit dem Rad zum AK Barmbek fahren. Die Spätausläufer des Sturmtiefs „Sabine“ machen mir aber einen Strich durch die Rechnung. Also habe ich vieeeeeel Zeit.

Ich beschließe, die Reste des Obsts zu entsaften. Mein Körper wehrt sich momentan gegen rote Beete. Also lasse ich sie dieses Mal weg und mache einen eher konservativen Saft.

  • Äpfel
  • Orangen
  • Ananas
  • Zitrone

Lecker! Dann düse ich los. Vorher halte ich noch bei der Post an. AU zum Arbeitgeber und zur Krankenkasse schicken. Um Punkt 11:49 Uhr stehe ich vor der Anmeldung… Punktlandung!

Kurz darauf heißt es mal wieder: „Gibt ’n pieks!“, dann sprudelt der rote Saft in die Röhrchen. Wenige Minuten später das Ergebnis: Blutwerte sind gut!

  • Lymphozyten: 22,6 % (Normwert: alles zwischen 20 und 40 %)
  • Monozyten: 14 % (Normwert: 2-8 %)
  • Neutrophile: 63,4 % (Normwert: alles zwischen 40 und 60 %).

Moment! Sind deine Monozyten nicht zu hoch? Ja, im Normalfall, ja. Da die Monozyten aber dafür zuständig sind, körperfremde Strukturen zu zerstören, ist das in diesem Falle okay. Wenn die Monozyten nicht jetzt was zu bekämpfen haben, wann dann?!

Und die Neutrophilen? Das sind ja die Jungs, die bei der Neutropenie auf nahezu 0 abgesunken sind. Von daher beruhigt es mich, dass der Wert sich so gut erholt hat. Dass er jetzt überdurchschnittlich hoch ist, gibt mir Hoffnung, dass der Neutropenie-Kelch in Zyklus II vielleicht an mir vorbeigeht.

Nachdem ich dann zurück zuhause bin, bastel ich noch ein wenig am äußeren Erscheinungsbild des Blogs. Der aufmerksame Leser hat die ein oder andere Veränderung vielleicht bemerkt. Folgende Neuerungen gibt es jetzt:

  • Ein „vanhecklundt“-Logo. Denn, sobald dieses ganze leidige Chemo-, Krebs- und Genesungsthema durch ist, würde ich gern etwas zurückgeben – an Menschen, die auch von Schicksalsschlägen getroffen wurden. Näheres dazu später!
  • Ein „social media“-Menü. Durch klicken darauf kommst du auf mein Instagram- und Facebook-Profil. Dort gibt es vielleicht das eine oder andere Extrabild zu entdecken.
  • Das standardmäßige Bannerbild habe ich durch ein eigenes Bild ersetzt. Es macht die ganze Sache noch etwas persönlicher.

Das war es soweit für heute. Wir werden gleich noch ein paar Bratwürste braten und dann ist nur noch Kuschelmodus angesagt!

Bis morgen, liebes Therapietagebuch!

(B)LOGBUCHEINTRAG VOM 08.02. UND 09.02.2020: ein bisschen schrauben, ein bisschen aufräumen, eine ganz tolle Überraschung, Simone Thomalla und Christoph M. Orth.

Es ist Samstag. Alle sind zuhause. Was tun? Samstags ist bei uns eigentlich immer Putztag. Alex zeigt mir drei Hotels und fragt, welches ich am schönsten finde. Mir ist eigentlich gerade nicht wirklich nach Urlaub planen. Weil ich ja 1.) nicht weiß, wie viele Chemozyklen ich am Ende bekommen werde, 2.) wann die getimed sind und 3.) wie es mir dabei, dazwischen und danach geht. Das Hotel in Boltenhagen gefällt mir.

Ich gehe in die Garage. Am Bus klappert seit ein paar Wochen die Koppelstange auf der Beifahrerseite. Die muss mal festgezogen werden. Also bewaffne ich mich mit meinem Werkzeugkoffer und los geht’s. Eine halbe Stunde später ist alles wieder fest. Aber anscheinend hatte ich bei der Aktion Unterstützung von Pumuckl oder einem seiner Verwandten. Denn der Inbusschlüssel zum Kontern ist weg. Und bleibt bis heute verschwunden.

Danach räume ich etwas im Keller auf. Reifenstapel etwas nach vorn ziehen, Bikebox an die Wand, Reifenstapel davor, Werkzeugkästen zusammen darauf. Altpapier in den Container. Mein Bike… Da wollte ich doch schon lange die Sache mit dem FlipChip ausprobieren und die Geometrie anpassen. Zack! Nächste Aufgabe. Und auch erledigt. Noch ein bisschen mit der Kamera spielen. Wenn ich aktuell schon nicht zum Biken komme, kann ich das Rad wenigstens fotografieren. Mittlerweile hab ich schon 2 oder 3 Stunden in unseren Katakomben „verbummelt“.

Der sogenannte „FlipChip“ ermöglich eine bestimmte Geometrieanpassung an Endurobikes. Er soll in der „Low“-Position das Bike mehr auf Abfahrt orientieren. In der „High“-Position verbessern sich die Bergaufqualitäten.

Auf einmal steht Lara vor mir. „Papa, du sollst endlich wieder hochkommen!“. Gesagt, getan. Als ich oben bin, erwartet mich ein gepackter Koffer, eine gepackte Sporttasche und unsere Kameratasche im Flur. Ich schaue wie ein Auto. Nur vielleicht nicht so schnell. „Was hast du denn gedacht, wann wir in das Hotel wollen? Im Mai?! Hopp, hopp, los geht’s!“. Mit diesen Worten empfängt mich Alex. Na dann, alles in den Bus geschmissen und los. Richtung Boltenhagen.

In Boltenhagen angekommen, beziehen wir ein Appartement des „Dorfhotel Boltenhagen“. Ich bin absolut platt, als wir die Tür öffnen. Meerblick! Vor dem Fenster führt nur ein ca. 2 Meter breiter Fußweg entlang, dahinter kommt schon der Steinwall, dann schon das Meer. Aus dem 1. OG sieht man weder Weg noch Steinwall. Ein Ausblick wie vom Kreuzfahrtschiff.

Mir fehlen immer noch die Worte!

Wir laden unsere Sachen ab und erkunden das Gelände. Strand, Spielplatz, KidsClub. Die Kinder bleiben direkt da. So haben wir etwas Zeit, ein paar Kleinigkeiten einzukaufen. Neben einem leckeren Eintopf fürs Abendessen, Süßigkeiten und Chips finde ich an der Kasse ein kleines Souvenir für mich. Ein Feuerzeug im T1-Look. Für mich als VW-Bus-Fahrer ja genau das Richtige. Und nützlich ist es ja auch. Immerhin haben wir ja einen Kamin im Appartement.

Schönes Feuerzeug im Look des kultigen VW T1 Samba.

Zurück im Ressort gibt es den Eintopf, deftig mit Würstchen, dazu Multivitaminsaft. Im Anschluss geht es noch ein bisschen an die frische Luft, anschließend zur Kids-Disco und zum Schluss noch ins Schwimmbad. Um 20:30 Uhr beschließen wir, zurück ins Appartement zu ziehen, bevor uns noch Schwimmhäute wachsen. Chillen, naschen, knabbern und Kaminfeuer genießen ist angesagt.

Zwischen 22:00 und 22:30 Uhr ist es dann Zeit für den Matratzenhorchdienst. Wir lassen im Schlafzimmer das Fenster angekippt und genießen das Meeresrauschen. Mehr nicht. Nur Meeresrauschen. Keine Nebengeräusche, Autos, lärmende Nachbarn. Nix. Nur Meeresrauschen. So verwundert es nicht, dass ich ruckzuck eingeschlafen bin. Um exakt 05:00 Uhr bin ich das erste Mal wach. Die Blase! Danach liege ich einfach nur im Bett und genieße. Die Ruhe, die Auszeit, das Rauschen. Um 6:30 Uhr hält mich aber auch nicht mal mehr das im Bett. Ich will Meer!!! Also schleiche ich auf den Balkon und schieße ein paar Fotos. Schwäne treiben auf dem Wasser. Hinter mir Bewegung. Maxima ist auch schon wach. Wir kuscheln uns unter eine Decke und aneinander und genießen den Ausblick auf die Insel Poel.

Mimi und ich genießen die Zeit zusammen.

Als dann Alex und Lara auch wach sind, geht es zum Frühstück. Mit allem, was man sich wünschen kann. Orangensaft, Multivitaminsaft, Joghurt, Obstsalat, Müsli, Pancakes mit Sirup oder Apfelmus, Aufschnitt, Mett mit Zwiebeln, Rührei, gekochtes Ei, Gemüse, Lachs, Kaffee, Tee in allen erdenklichen Variantionen oder Kakao. Köstlich!

Lachsliebhaberin Alex genießt das reichhaltige Angebot beim Frühstück.

Nachdem wir uns ausgiebig gestärkt haben, verstauen wir unser Gepäck im Auto, stürzen uns noch einmal in die Fluten des Schwimmbades und gegen Mittag machen wir uns auf den Heimweg. Die ersten Ausläufer des Sturmtiefs „Sabine“ pusten uns nämlich schon gehörig um die Ohren. Da wollen wir rechtzeitig daheim sein, bevor Binchen noch richtig aufdreht.

Da wir auf dem Weg nach Hause unweigerlich am „Gyros Spezialisten“ vorbei müssen, gibt es heute halt wieder was mediterranes zum Mittag. Nach der Völlerei vom Frühstück und Mittag fällt dann aber das Abendessen aus. 😁. Wir lassen den Tag gemütlich auf der Couch ausklingen. Wir drinnen, kuschlig, während es draußen ungemütlich, nass und kalt ist. Nach „The biggest loser“ auf dessen Titel ich dieses Jahr wohl momentan auch gute Chancen hätte, schauen wir „Frühling“ im ZDF. Ein Familienfilm mit Simone Thomalla und Christoph M. Orth, der darin einen an Leukämie erkrankten Mann spielt, der auf Pilgerreise geht um zu sich zu finden und sich über seine Zukunft bewusst zu werden. Ein recht interessanter Streifen. Simone Thomalla beendet den Film mit den Worten: „Und wenn Adrians Krankheit mich eins gelehrt hat, dann: Lebe jeden Tag, als sei es der letzte!“. Auch wenn es kitschig und abgedroschen klingt, weiß ich doch, was sie meint. Und dieses Wochenende haben wir das auch sehr gut hingekriegt… Pilgerweg… muss ich mal drüber nachdenken.

Unsere Reise auf jeden Fall war einfach nur traumhaft und hat einen ordentlichen Energieboost für den kommenden Chemozyklus gegeben. Jetzt heißt es durchbeißen. Aber bis dahin sind es ja zum Glück noch 4 Tage. Unsere nächste Reise ist zum Glück auch schon gebucht. So geht es Anfang März zum Erholen von Zyklus II ins Allgäu. Danach ist wohl leider erstmal Pause mit Auszeiten. Der Allgäutrip war nämlich letztes Jahr schon geplant und bezahlt. Wann, wie oft und wohin es dann dieses Jahr gehen wird, wird die Zukunft zeigen. Denn jetzt gehen die Finanzen und Rücklagen erstmal für die Therapien und Klinikaufenthalte drauf. Der erste Zyklus schlug mit rund 540,-€ ein ganz gutes Loch in den Sparstrumpf. Ich bin gespannt, was an Eigenanteil für die Chemomedikamente da wohl noch auf mich zukommen wird. Aber darum kann ich mir ja dann Gedanken machen, wenn es soweit ist. Denn was haben wir aus dem Film der Frühling-Reihe heute gelernt? „Im Hier und jetzt leben!“.

Mit ein paar Bilder unseres Kurztrips beschließe ich dieses Wochenende und wünsche euch viel Spaß. Carpe diem! 😁

Kleine Fotosammlung während meines Aufenthalts zuhause.

Ich knipse derzeit ganz gerne. Eine kleine Auswahl davon lagere ich hier einfach mal aus.

Obst spielt derzeit eine große Rolle in meinem Leben. Ich habe nahezu kein Verlangen nach Süßigkeiten mehr. Dafür freue ich mich diebisch, wenn ich einen leckeren Apfel in die Finger bekomme.
Erster kleiner Test der Nahaufnahmenfunktion.

(B)LOGBUCHEINTRAG VOM 07.02.2020: Die Haare… Der Bart…

Endlich mal wieder durchgeschlafen. Von 20:00 Uhr bis 05:00 Uhr. Das tat gut. Zwischen 6:30 Uhr und 7:00 Uhr stehen dann auch die Mädels auf. Alle machen sich fertig, haben Aufgaben zu erledigen. Und ich? Sitze rum und weiß nichts mit mir anzufangen.

Ich werde heute nochmal an den Bart gehen, der muss kürzer. Bei jedem Kratzen, Berühren, Drankommen fallen weitere Haare aus. Überall liegen Härchen rum. Ich stutze den Bart auf 8 mm. Sieht komisch aus. Ich fühlte mich absolut nicht wohl. Das bin einfach nicht ich. Ich komme mir vor wie ein Frosch 🐸. Die fiesen Augenringe tragen ihr Übriges dazu bei. Seit 15 Jahren trage ich nun mehr oder weniger langen Bart. Und jetzt? Fast komplett weg. Das geht mir an die Substanz und macht mich tiefsttraurig.

Ich versuche mich abzulenken. Ein bisschen am Rechner arbeiten. Heute Nachmittag machen wir uns dann gemeinsam Gedanken, was mit den Haaren auf dem Kopf passiert. Denn morgens liegen die nun auch vermehrt büschelweise neben meinem Kissen. 😔

Ich werde wohl zukünftig mehr Mütze tragen. 😁 Vielleicht bewerbe ich mich ja auch als „Torsten Sträter“-Double.

Und noch was positives: in meiner Spotify-Playlist sind schon fast 60 Songs drin. Der Knaller!

Ich beschließe, meine AU mit dem Rad beim Arzt abzuholen. Gute Gelegenheit die Playlist mal anzuhören. Sie geht gut nach vorne. 💪

Radfahren tut gut. Konditionell ist allerdings nicht mehr so viel zu holen. An einer Muddi auf ihrem Rad kann ich dranbleiben. Sie ist zum Glück noch oldschool ohne eBike unterwegs.

Nachdem ich zurück bin, nehme ich ein Bad is lasse die Playlist weiter durchlaufen. Ich entspanne. Ein Zustand, den ich in der Vergangenheit viel zu oft vernachlässigt habe. Leider kommt man mit der Entspannung auch ins Verarbeiten. Micha hat mir „Mutmacher“ von Kärbholz in die Playlist gelegt. Einen Song, den ich vorher noch nicht kannte. Der Text hingegen ist eingängig und lässt mich einknicken. Ich liege in der Wanne und heule wie ein Schlosshund. Das war’s. Aber es ist ok. Irgendwann ist es dann auch wieder gut. Einer meiner Freunde, der selbst vor wenigen Jahren den Krebskampf aufgenommen und heute gewonnen hat, hat mir vor Wochen schon prophezeit, dass der Punkt irgendwann kommen wird – und dass es auch in Ordnung ist, solange man nicht in der negativen Stimmung aufgeht, sondern sich weiter auf das konzentriert, was kommt.

Nach dem Mittag schaue ich noch 2 Folgen Game of Thrones, um halb 4 kommen Alex und Lara. Sie haben eine Klassenkameradin von Lara im Schlepptau. Wir versuchen, trotz aller Widrigkeiten, den Alltag so normal wie möglich zu gestalten. Lara’s Freundin übernachtet dann wohl auch bei uns. Maxima ist bei einer Schulfreundin und kommt später nach Hause.

Ich kämpfe mich durch den Film „Bibi und Tina“, dann falle ich gerädert ins Bett. Geschafft, aber dennoch einigermaßen glücklich. Gute Nacht!